Growbox: Test & Vergleich 12/2021

Dank der neuesten technologischen Entwicklungen wird es für den Hobbygärtner immer einfacher, zuhause in seiner Wohnung Pflanzen anzubauen.

Das geht auch noch unabhängig von der Jahreszeit und vom Wetter. Starke Pflanzenlampen mit LED-Technik sind eine gute Wahl und verbrauchen wenig Strom.

Doch viel beliebter ist mittlerweile die Growbox oder der Growschrank. Doch was ist das genau? Welche Vorteile hat eine Growbox und wie findet man das passende Modell für sich daheim?

Was ist eine Growbox?

Die Growbox, auch als Growzelt oder als Growschrank bezeichnet, ist ein tragbares oder fest installiertes Gerät, in welchem die eigenen Pflanzen wachsen können.

Sie helfen ihnen dabei so zu wachsen, wie die Pflanzen es aus ihrer natürlichen Umgebung kennen. Das hat gleich zwei Vorteile: Die Pflanzen können ungestört wachsen und der Hobbygärtner stört sich nicht am Licht der Pflanzenlampen.

Vor allem für Menschen in der Stadt ist das eine gute Lösung, denn oft haben sie keinen Garten oder Balkon. In einem Growschrank kann man alles anbauen, von Kräutern, hin bis zu Gemüse und sogar Mushrooms. Eine Growbox ist also nichts anderes als ein Gewächshaus für die Wohnung.

Welche guten Eigenschaften bringt eine Growbox mit sich?

Wer schon einmal Pflanzen in der Wohnung oder im Haus angebaut hat und das in der dunklen Jahreszeit, der weiß, dass das alles andere als einfach ist.

Sehr oft erreichen die Pflanzen nicht die gute Qualität, die sie im Freien haben. Das hat mit der „inneren Uhr“ der Pflanzen zu tun:

  • Ähnlich wie Menschen sind sie auf eine Tagesphase mit Licht und eine ruhige Nachtphase angewiesen.
  • Die Jahreszeit ist sehr wichtig: Blüht eine Pflanze im Juni, dann wünscht sie sich auch im Winter so viel Licht, wie sie es vom Juni kennt.

Jeder, der schon einmal ein Jetlag hatte, kann nachvollziehen, wie es den Pflanzen im Winter geht. Zwar profitieren sie von der Lampe aber äußere Einflüsse wie Tageslicht oder Zimmerbeleuchtung gehen auch nicht spurlos an ihnen vorbei. Dadurch können sie oft nicht so gut gedeihen wie in der Natur.

Einige Hobbygärtner versuchen das Problem zu lösen, indem sie ihre Pflanzen in einen dunklen Raum wie z.B.: den Keller verlegen.

Nachteile die entstehen können:

  • Dafür braucht man viel Platz und nicht jeder verfügt über ein eigenes Zimmer.
  • Ein geschlossener Raum bietet keine guten Belüftungsverhältnisse.
  • Auch die Temperatur ist nicht dieselbe wie in der freien Natur.

Alle diese Punkte verringern den Ertrag der Pflanzen, weswegen immer mehr Menschen auf Growzelte setzen. Diese bieten genug Platz für die Pflanze, die benötigte Lampe und bietet gute Belüftungsverhältnisse.

Eine Growbox ist ein Behälter, der kein Licht durchlässt und einiges an Platz bietet. Ihr Inneres besteht aus reflektierendem Material.

Dieses verstärkt das Lampenlicht und sorgt für eine gleichmäßigere Beleuchtung der Pflanze. So wirkt die Lampe besser und es lässt sich nebenbei auch noch Strom sparen.

Zwischen den Begriffen Growzelt und Growschrank bzw. Growbox gibt es kaum einen nennenswerten Unterschied und man verwendet die Bezeichnungen auch gerne synonym.

Growschrank/ Growbox: Ist ein fest installierter Schrank und eignet sich gut für längere und größere Projekte.

Folgende Punkte zeichnen ihn aus:

  • äußerst robust
  • besitzt stabile Außenwände
  • ähnelt einem Schrank
  • ein Luft- und Bewässerungssystem ist dabei

Growzelt: Diese Installation ist leichter und lässt sich besser bewegen. Der Auf- und Abbau geht einfach und so lässt sich der Platz leicht ändern.

Das Growzelt besitzt folgende Eigenschaften:

  • man kann es flexibel einsetzen
  • Auf- und Abbau geht schnell
  • wenig Stauraum verfügbar
  • Gerüst besteht aus Metallstangen
  • nicht so robust
  • bewegliche Außenwände
  • lauter als Growschrank

Worauf muss man beim Kauf einer Growbox achten?

Gerüst

Ein stabiles Gerüst ist laut Test wichtig für eine Growbox, denn mit dem Zubehör hat es viel zu tragen. Daher sind Stangen aus Metall besser als welche aus Kunststoff.

So kann die Box nicht einbrechen und die Pflanzen oder das Zubehör beschädigen. Bei den meisten Modellen findet sich die Angabe eines maximalen Gewichtes, welches die Box aushalten kann. Je höher dieses ist, desto besser.

Innenmaterial

Growzelte bzw. Growschränke bestehen meist aus dem Material Polyester. Das Innenmaterial ist wichtig, denn es sollte Licht reflektieren können.

Dadurch lässt sich die Wirkung der Lampe verstärken. Zum Standardmodell gehört das Material der biaxial orientierten Polyesterfolien. Ein anderes gängiges Material, welches viele Boxen im Test hatten, ist Mylar.

Abdichtung

Die Abdichtung einer Growbox sollte sehr gut sein, denn es gilt die Belüftung und die Beleuchtung nicht zu stören. Die Wand der Box sollte lichtundurchlässig sein und für das Deckmaterial gilt: Je dicker, desto besser.

Die verschiedenen Öffnungen wie die Reißverschlüsse oder die Belüftungsöffnungen brauchen eine gute Isolation. Sehr gute Modelle verfügen über eine doppelte Dichtung.

Auch der Boden muss eine saubere Verarbeitung aufweisen, um gegen ungewollte Wasserbildung zu wirken.

Einzelgerät oder lieber ein Komplettset?

Der Test zeigt, dass ein Komplett-Set alle wichtigen Komponenten wie z.B.: für Beleuchtung und Belüftung schon integriert hat.

Diese passen auch zusammen und man muss sich um nichts Weiteres kümmern. In vielen Fällen bekommt man sogar ein Bewässerungssystem dazu.

Wer seine Teile lieber einzeln zusammensetzt, hat bei der Beleuchtung die Wahl zwischen einem NDL oder einem LED-Licht.

Natürlich gilt das auch für das Auswählen der Belüftung und des Aktivkohlefilters. Diese ist vor allem bei geruchsintensiven Pflanzen nötig, denn er neutralisiert zuverlässig Gerüche.

Warum kann man ein komplettes Set mit einer LED-Beleuchtung empfehlen?

Eine LED-Lampe kostet um einiges mehr in der Anschaffung als eine Natriumdampflampe. Dafür ergeben sich aber auch einige Vorteile, sowohl durch die Lampe als auch durch das Komplettset:

  • diese Art von Beleuchtung erzeugt weniger Hitze
  • weniger Lichtverlust, die Pflanzen können mehr davon nutzen
  • das Licht leuchtet die Fläche gleichmäßiger aus
  • die Beleuchtung verbraucht nicht viel Platz

Das was eine LED-Lampe am Anfang mehr kostet, kann man sich über die Zeit wieder zurückholen, und zwar durch die Stromersparnis. Nutzt man die Lampe mehr als zwei Jahre, hat man laut Test die in den meisten Fällen die Mehrkosten schon eingespart.

Ab- und Umluft optimieren

Bei einem Growset ist auch schon das richtige Ab- und Umluftset enthalten. Dazu gehören ein hochwertiger Lüfter, der dem Volumen der Box entsprechend genug leistet und ein Aktivkohlefilter.

Das Set beinhaltet auch das Aluflexrohr und die Schlauchklemmen, um den Lüfter und den Aktivkohlefilter richtig verbinden zu können.

Der Lüfter kann durch den Aktivkohlefilter die Luft ansaugen und dann aus der Box rausleiten. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der es nur gefilterter Luft ermöglicht, aus dem Growzelt zu entweichen.

Viele gute Sets enthalten auch noch einen Umluftventilator, der Hitze-Hotspots in der Box erkennt und eliminieren kann. Auch das zeigte sich im Test hilfreich für die Pflanzen, um stabiler und besser zu wachsen.

Die Pflanzenart bestimmt die Größe des Gerätes

Wie groß das Modell sein soll, hängt davon ab, wie viele Pflanzen man züchten möchte und wie groß diese sind. Laut Test tut es bereits eine Mini- Growbox, um zwei bis drei Pflanzen gedeihen zu lassen.

Für bis zu neun Pflanzen eignet sich das Growzelt am besten, denn es hat eine große Grundfläche.

Grundsätzlich sind zwei Boxen anstelle einer großen immer die bessere Wahl, denn mit ihnen lässt sich flexibler arbeiten und man verbraucht weniger Strom.

Welches zusätzliche Zubehör ist noch empfehlenswert?

Weitere Komponenten, die hilfreich sein können, sind die Folgenden:

  • Wassertonne
  • ein pH- und EC-Messgerät
  • pH-Wert Regulierer
  • Dünger
  • Mini-Gewächshaus

Der pH-Wert sollte stimmen, denn nur so ist die Pflanze gut mit Nährstoffen versorgt. Mithilfe eines Messgerätes lässt dieser präzise bestimmen und durch Regulatoren anpassen.

Beim Dünger kann man sich zwischen salzbasiertem und Biodünger entscheiden. Letzterer ist natürlicher, aber ein salzbasierter Dünger zeigt schneller Wirkung.

Die wichtigsten Vorteile einer Growbox

Gesteigerter Ertrag

Durch die Growbox kann die Pflanze ungestört wachsen, denn sie bekommt die richtige Beleuchtung, Belüftung und Bewässerung.

Das sind fast dieselben guten Verhältnisse wie im Freien, darum wachsen Pflanzen in Growzelten viel besser als in einem Zimmer.

Dies führt zu einem deutlich gesteigerten Ertrag. Außerdem kann man mit der hellen Pflanzenlampe auch keine Gäste verschrecken.

Weniger Kosten

Da eine Growbox das Licht der Lampe reflektieren kann, wird ihre Leistung verstärkt und man kann eine Lampe mit weniger Leistung benutzen. Das beeinflusst den Wirkungsgrad aber nicht.

Weniger Platzbedarf

Eine Growbox oder ein Growzelt braucht nicht annähernd so viel Platz wie ein angedunkeltes Zimmer. Im Grunde braucht man nicht mehr Raum zu investieren, als die Pflanze für sich in Anspruch nehmen würde.

Was sind die Nachteile einer Growbox?

Es gibt eigentlich nur einen wirklichen Nachteil, wenn es um die Growbox geht. Sie geht mit hohen Anschaffungskosten einher.

Denn außer der Box muss man noch eine Pflanzenlampe und eine Belüftungsanlage kaufen. Denn die Temperatur und die Luftzirkulation gilt es zu regulieren. Aber durch die besseren Erträge und die geringeren Stromkosten zahlt es sich auf lange Sicht aus.

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Growbox und Growzelt

Wie lange dauert es, bis man die Pflanzen ernten kann?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn der Zeitpunkt der Ernte ist von vielen Faktoren abhängig: Von der Beleuchtungsart, der Größe der Box und natürlich auch von den angebauten Pflanzen selbst.

Verbraucht eine Growbox viel Strom?

Die Stromkosten hängen von der Leistung des Gerätes und natürlich auch vom aktuellen Strompreis ab. Es spielt auch eine Rolle, wie viele Stunden die Box am Tag eingeschalten ist.

Läuft sie beispielsweise 12 Stunden am Tag bei einem Strompreis von 23 Cent pro kWh, dann ergibt das Kosten von 41 Cent am Tag. Zumindest dann, wenn man eine Energiesparlampe benutzt.

Wie lässt sich die Temperatur in der Growbox senken?

Wer die Temperatur in seiner Growbox lieber niedriger hätte, für den gibt es zwei Möglichkeiten.

Ein Zuluftventilator sorgt für kühlere Luft, indem man ihn an der Oberseite der Box einbaut um von dort warme Luft nach außen transportieren. Gegenüber an der Unterseite bringt man dann einen Abluftventilator an.

Die zweite Variante ist, eine kühlere Lampe zu benutzen. Anstatt von Natriumdampflampen kann man LED-Leuchten verwenden. Diese leben nicht nur länger, sondern geben auch weniger Wärme ab.

Welche Folie ist sinnvoll für den Einsatz in der Growbox?

Wer seine Bo selber baut, der sollte für den Boden eine wasserdichte Teichfolie verwenden. Die Wände kleidet man am besten mit reflektierenden Folien aus, denn sie verteilen das Licht gut im Inneren und helfen den Pflanzen so beim Wachsen.

Wie lange sollte der Lüfter in der Box laufen?

In der Theorie kann man den Lüfter im Schrank zu jeder Zeit laufen lassen. Durch die geringe Leistung verbraucht er nur wenig Strom.

Für die Pflanzen ist es aber weniger gut, denn sie vertragen den Dauerwind nicht so gut. Am besten schaltet man den Ventilator alle zwei Stunden für ein paar Minuten ein.

Was macht die Sieger im Test aus?

Im Test schnitten jene Modelle besonders gut ab, die sich durch eine gute Verarbeitung, einen stabilen und leichten Aufbau und reflektierende Innenwände.

Gut kommen auch sogenannte Komplettsets an, denn wer nicht alle Teile passend zusammensuchen muss, spart einiges an Zeit und Geld.

Im Test bewiesen sich auch Growboxen mit weißem Polyethen, das Licht noch besser reflektiert als Mylar. Zudem spielt eine gute Abdichtung auch eine Rolle bei der Kaufentscheidung.

Kunden begeistern sich auch für Growschränke, die leicht aufzubauen und zu montieren sind. Die Farbe Beige unterstützt auch die Infrarotstrahlung besser, weswegen beige Boxen im Test beliebt sind.

Auch kaufen die Hobbygärtner gerne von Herstellern, die eine große Auswahl an verschiedenen Größen bieten. Denn so lassen sich kleine, mittlere und große Pflanzen-Projekte realisieren.

Hat das Modell mehrere nützliche Kabel- und Rohröffnungen, sorgt dies für beste Beleuchtung. Das ist ein weiteres gutes Kaufargument.

Daneben sollte man auf die Stoffdicke der Box achten und hier besonders auf die Den-Angabe. Je höher diese ist, desto robuster ist das Material.

Top-Geräte haben auch ein zusätzliches Fenster, verfügen über Einlegeböden, die man herausnehmen kann. Bemängelt wurden im Test der teilweise hohe Preis der Profi-Geräte und verbesserungswürdige Abdichtungen an der Tür.

Fazit

Wer seine Pflanzen zuhause in der Wohnung so wachsen und gedeihen lassen möchte wie in der Natur, der sollte sich eine Growbox oder einen Growschrank besorgen.

Denn damit können die Pflanzen gut beleuchtet werden und man kann ihnen ein nahezu optimales Wachstum bieten.

Kommen dann als Zubehör noch eine gute Lampe, ein Belüfter und eine Zeitschaltuhr dazu, so
freut sich die Pflanze über wunderbare Wachstumsbedingungen.

Die praktischen Boxen und Schränke gibt es in allen Größen und man kann sie sowohl einzeln als auch als hochwertiges Komplettset kaufen.