Hauswasserautomat: Test & Vergleich 12/2021

Wasser ist ein kostbares Gut und viele Haus- und Gartenbesitzer haben einen eigenen Brunnen, aus dem sie das Wasser für den Garten nutzen können.

Doch wer den Garten mit Brunnenwasser bewässern oder Regenwasser in einer Zisterne sammeln will, der benötigt ein spezielles Gerät dafür.

Ein vollautomatischer Hauswasserautomat eignet sich sehr gut für diese Aufgaben. Er kann das gewonnene Wasser ins hauseigene Wassernetz einspeisen.

Doch was ist ein Hauswasserautomat eigentlich genau und wie funktioniert dieses Gerät? Worauf gilt es beim Kauf zu achten?

TOP 10 - Hauswasserautomaten

Was ist ein Hauswasserautomat?

Als Hauswasserautomat bezeichnet man eine Wasserpumpe für den Hausgarten. Ein solches Gerät besitzt eine elektronische Regeleinheit, welche die An- und Abschaltautomatik kontrolliert.

Diese Wasserpumpen sind in der Fachsprache auch unter dem Kürzel HWA zu finden. Die Pumpe hat ihren Platz im Leitungssystem zwischen der Zisterne und dem Verbrauchsgerät.

Öffnet jemand an der Verbraucherstelle die Zuleitung, löst dies einen Druckabfall im jeweiligen Leitungssystem aus. Wenn der vordefinierte Anschaltdruck knapp unterschritten wird, muss die elektronische Steuerungseinheit reagieren.

Danach aktiviert sich die Hauswasserpumpe und transportiert das Wasser in die Leitung. Zusätzlich sorgt sie für einen konstanten Wasserdruck.

Schließt jemand die Verbraucherstelle und ist der Abschaltdruck erreicht, deaktiviert sich die Hauswasserpumpe wieder von selbst.

Aufgrund der elektronischen Regeleinheit besitzen fast alle gängigen Hauswasserautomaten den wichtigen Trockenlaufschutz.

Diese sorgt dafür, dass der Hauswasserautomat sich von selbst ausschaltet, wenn kein Wasser mehr in die Einsatzleitung gelangt.

Dieser Trockenschutz ist äußerst nützlich, denn er wirkt Schäden entgegen. Das Trockenlaufen ist nicht gut für die Mechanik der Wasserpumpe, denn es verursacht schwere Schäden.

Wo und für was wird ein Hauswasserautomat eingesetzt?

Ein solcher Hauswasserautomat ist kompakt und lässt sich vielfältig im hauseigenen Garten einsetzen. Man kann ihn aber auch für eine Festinstallation in Zisternen sehr gut verwenden.

Der Automat erfüllt auch die Funktion einer Regenfasspumpe. Ein Hauswasserautomat schafft es sogar, komplette Gartenbewässerungssysteme und Wasserhähne zu steuern.

Nun stiftet der Begriff Hauswasserautomat oftmals Verwirrung, denn eigentlich empfiehlt es sich nicht, die Hauswasserversorgung mit einem solchen Automaten zu steuern.

Ein solches Gerät bringt nicht den benötigten Druck für Rohrleitungen auf, noch kann man damit einen vorher definierten Anstaltsruck frei wählen.

Für die Hauswasserversorgung gilt es andere Arten von Zisternenpumpen einzusetzen wie zum Beispiel eine Tauchdruckpumpe oder ein Hauswasserwerk.

Eine Wasserpumpe kann, wie auch andere herkömmliche Pumpen, Wasser aus einer Tiefe von maximal 8 m hochpumpen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hauswasserautomat und einem Hauswasserwerk?

Hauswasserautomat und Hauswasserwerk unterscheiden sich sowohl in der Technik als auch im Einsatz. Ein Hauswasserwerk speichert das Wasser in einem speziellen Druckbehälter und es gibt einen Druckschalter für die Schaltung zwischen der Hauswasserpumpe und Druckbehälter.

Die Pumpe des Hauswasserwerkes baut den Behälter-Druck auf und schaltet sich erst nach Erreichen dieses Abschaltdrucks wieder ab. Sinkt dann der Druck im Druckbehälter erneut, schaltet sich die Pumpe wieder an.

Die Funktion eines Hauswasserautomaten ist damit nicht zu vergleichen. Dessen Pumpe schaltet sich erst dann ein, wenn jemand die Entnahmestelle öffnet.

Im Unterschied zur Pumpe des Hauswasserwerks kann die Hauswasserpumpe sofort den vollen Pumpendruck liefern. Schließt jemand die Entnahmestelle wieder, stellt die Pumpe einen gewissen Gegendruck fest, sie läuft dann kurz an und schaltet sich dann automatisch ab.

Diese Nachlaufzeit spielt besonders dann eine Rolle, wenn nur geringe Mengen von Wasser entnommen werden wie zum Beispiel bei Toilettenspülungen.

Ohne diese Nachlaufzeit würde die Steuerung den aufgebauten Druck so verstehen, als würde der Verbraucher die Entnahmestelle schließen.

Die Wasserpumpe wird sich dann wieder abschalten. Doch wenn der Druck sinkt, will sich die Hauswasserpumpe sofort wieder einschalten.

Dieser Takt wäre auf Dauer sehr schädlich für die Hauswasserpumpe. Gerade diese Nachlaufzeit ist der wichtigste Unterschied zwischen einem Hauswasserwerk und einem Hauswasserautomat.

Welche der beiden Techniken kommt wann am besten zum Einsatz?

Wann welches der beiden Geräte zum Einsatz kommt, hängt von einer wichtigen Frage ab: Steht genügend Wasser zur Verfügung? Wenn dies nicht der Fall ist, benötigt man ein Hauswasserwerk.

Wer jedoch einen kontinuierlichen Druck benötigt, sollte sich einen Hauswasserautomaten kaufen. Für die Gartenbewässerung mit Wasser aus Zisternen oder Brunnen ist ein Hauswasserautomat bestens geeignet.

Hier ist genug Wasser vorhanden und man möchte von Anfang an den vollen Druck einsetzen können. Der Hauswasserautomat kann sich sofort einschalten, sobald jemand die Entnahmestelle öffnet, und bietet von Anfang an konstanten Druck.

Wir jedoch gerne seine Toilette oder seine Waschmaschine mit dem Wasser aus einem Brunnen betreiben möchte, sollte sich besser ein Hauswasserwerk zulegen.

Ein kleiner Druckbehälter reicht hier, denn die Wasserentnahmemenge ist eher gering. Um zu vermeiden, dass das Hauswasserwerk zu laut oder der Stromverbrauch zu hoch ist, sollte sich die Pumpe nicht jedes Mal beim Öffnen des Gerätes einschalten.

Ein Hauswasserwerk, welches über einen Druckbehälter von etwa 25 Liter verfügt, schaltet sich nur etwa bei jeder dritten Toilettenspülung ein.

Die Vor- und Nachteile eines Hauswasserautomaten

Vorteile

  • kompakte Bauweise
  • diverse Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel Gartenbewässerung
  • es findet sich leicht ein Ort dafür
  • kann Sie selbstständig abschalten

Nachteile

  • Eignet sich nicht für die Hauswasserversorgung

Wie lässt sich ein Hauswasserautomat anschließen?

Eine Wasserpumpe baut man im Leitungssystem ein. Am besten ist dazwischen der Zisterne und dem jeweiligen Verbrauchsgerät zu installieren.

Es kommt auf allem darauf an, wie und wo man den Automaten nutzen möchte. So lassen sich der Anschlussort und die Anschlussart auch ändern.

Wie lässt sich das Gerät richtig montieren? Wer seinen Hauswasserautomaten frisch geliefert bekommen hat, sollte ihn zunächst auf mögliche Mängel untersuchen.

Ist das Modell mobil, muss man bei der Installation nicht viel beachten. Das Gerät sollte auf einer ebenen Fläche stehen, denn ansonsten kann es laut Test zu Störungen im Betrieb kommen.

Steht der Hauswasserautomat erst einmal gut, sind die Schläuche für die Stromzufuhr anzuschließen. Wer das Gerät gerade nicht benötigt, kann es im Keller verwahren.

Wer seinen Hauswasserautomaten lieber fest installieren möchte, muss einige Punkte beachten. Zuerst gilt es wieder den richtigen Aufstellort zu finden.

Doch da dieser permanent ist, sollte er vor Kälte und direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Laut Test können sonst Frostschäden entstehen.

Auch sollte das Gerät nicht dauerhaft im Freien stehen. Durch die Feuchtigkeit können leicht Korrosionen entstehen. Wer keinen anderen Platz als im Freien hat, sollte zumindest für eine Überdachung sorgen.

Hat das Gerät seinen Platz im Keller, muss man prüfen, ob er wandert. Denn im Test bewegten sich manche Geräte durch den Druck.

Wenn das so ist, ist das Gerät am besten anzuschrauben. Wer das erledigt hat, muss nur noch die Stromschläuche anschließen.

Bei welcher Tiefe funktioniert ein Hauswasserautomat?

Nun die Tiefe, bei der ein Hauswasserautomat funktioniert, unterscheidet sich sehr von Modell zu Modell. Bei manchen Geräten ist diese Reichweite auf 8-9 m beschränkt.

Andere Geräte schaffen eine Fördermenge von bis zu 50 m. Hier gilt es auf die genauen Herstellerangaben zu achten.

Wie viel kostet ein Hauswasserautomat?

Wie bei vielen anderen technischen Geräten, gibt es auch bei Hauswasserautomaten eine große Preisspanne. Der Kaufpreis ist in erster Linie von der Qualität, dem Hersteller, der Leistung und dem Zubehör abhängig.

Wer einen guten und zuverlässigen Automaten haben möchte, sollte schon mehr als 100 € investieren.

In welchem Fall sollte man sich einen Hauswasserautomat anschaffen?

Ein solches Gerät eignet sich nicht für jeden Zweck. Wer jedoch große Mengen an Wasser in einer kurzen Zeit um gleichbleibenden Druck benötigt, der profitiert sehr von der Anschaffung eines solchen Gerätes. Ein schon genanntes Beispiel sind die Bewässerungssysteme im Garten.

Wie laut ist ein Hauswasserautomat?

Wie laut das Gerät arbeitet, hängt auch wieder vom Modell ab. Mit einer gewissen Geräuschbelastung muss man laut Test allerdings rechnen.

Wer seine Hauswasserpumpe ganz in der Nähe von Ruheräumen installieren möchte, sollte beim Kauf unbedingt darauf achten, wie viel Dezibel der Hersteller angibt.

Was ist bei der Pflege eines Hauswasserautomaten zu berücksichtigen?

Weil es sich bei einer Wasserpumpe nicht unbedingt um ein billiges Haushaltsgerät handelt, sollte der Besitzer auf eine gewissenhafte Reinigung und Wartung Wert legen.

Denn nur durch eine ordnungsgemäße Produktpflege kann das Gerät über lange Zeit hinweg gute Dienste leisten. Im Folgenden sind die wichtigsten Tipps für die Pflege von Hauswasserautomat aufgelistet.

Die Reinigung und Pflege eines Hauswasserautomaten Schon bei der Installation sollte man darauf achten, das Gerät in einem vor kältegeschützten Raum unterzubringen.

Ein Hauswasserautomat ist sehr robust und eignet sich auch für den Einsatz im Freien, aber deshalb sollte man die Witterungsverhältnisse nicht unterschätzen.

Bei Minusgraden im Winter wird das Wasser schnell zu Frost, welcher im Inneren des Automaten Schäden anrichten kann.

Für die allgemeine Pflege des Hauswasserautomaten muss man nicht sehr viel Zeit aufwenden. Das Gehäuse des Gerätes sollte man mit einem trockenen bzw. leicht feuchten Lappen regelmäßig reinigen.

Die verschiedenen Bedienelemente reinigt man am besten mit einem trockenen Tuch, um Schäden durch Wasser zu vermeiden. Sollten sich doch stärkere Schmutzrückstände gebildet haben, ist ein pflanzliches Spülmittel die richtige Wahl.

Verstopfung im Schlauch- und Leitungssystem

Sollte es zu Verstopfungen im Schlauch- und Leitungssystem des Automaten kommen, sieht man sich am besten das dafür vorgesehene Kapitel in der mitgelieferten Gebrauchsanweisung am.

Sehr oft muss man die Saugleistung entfernen und die Druckleitung mit einem Wasserhahn verbinden. Dann muss der Wasserhahn geöffnet werden und man schaltet die Hauswasserpumpe für wenige Sekunden ein und wieder aus.

Wenn den Hauswasserautomaten über längere Zeit nicht benutzt und ihn einlagern will, muss ihn vorher gründlich reinigen.

Es gilt ihn nur in trockenem Zustand zu verstauen. Als Lagerungsort empfiehlt sich ein trockener und sauberer Ort, der weder direktem Sonnenlicht noch Frost ausgeliefert ist. Auch Kinder sollten keinen Zugang zum Hauswasserautomat haben.

Normalerweise muss der Besitzer einen Hauswasserautomaten nicht warten. Falls eine Reparatur oder Wartung unbedingt notwendig ist, sollte man die mitgelieferten Anleitungen vom Hersteller beachten.

Nur ausgebildetes Fachpersonal sollte einen Hauswasserautomat warten.

Welche Punkte spielen beim Kauf eines Hauswasserautomaten eine Rolle?

Wer sich für den Kauf eines Hauswasserautomaten entscheidet, sollte auf jeden Fall die wichtigsten Punkte beachten. Diese sind:

  • die Installation und die Handhabung
  • die Ausstattung
  • die Förderleistung
  • die Leistung des Motors
  • die Verarbeitungsqualität des Materials

Was bedeuten die verschiedenen Leistungsmerkmale?

Die angegebenen Werte für die Höhe, der Fördermenge und des Förderdrucks sind als Maximalwerte zu verstehen. Hier sollte man sich die Pumpenkennlinie des jeweiligen Modells ansehen.

Wie viel Strom der Motor aufnehmen kann, gibt die Leistung in Watt an. Die meisten Modelle im Test verfügen über eine Leistung zwischen 500-1500 Watt.

Eine hohe Wattleistung ist aber nicht mit einer hohen Fördermenge zu vergleichen. Wer nicht viel Strom verbrauchen will, sollte sich ein Gerät mit hoher Fördermenge und nicht zu hoher Wattleistung entscheiden.

Einer der wichtigsten Werte ist dafür der Druck. Die meisten Hauswasserautomaten verfügen über einen Druck von 3,5-5,5 bar.

Der Förderdruck und die Fördermenge hängen meist zusammen. Je höher der Förderdruck umso höher ist auch die Menge an Wasser, die sich innerhalb einer Stunde bewegt.

Die Förderhöhe gibt an, wie viel Meter Wasser sich vom Aufstellungsort in die Höhe pumpen lassen. Die meisten Modelle geben eine Förderhöhe zwischen 35 und 55 m an.

Wodurch zeichnen sich die Sieger im Test aus?

Beim Kauf eines Hauswasserautomaten sind einerseits die oben beschriebenen Werte zu beachten und andererseits sollte man sich ansehen, welche Funktionen der Geräte im Test besonders gut abschnitten.

In der Regel beurteilt man einen Hauswasserautomaten im Test gut, wenn er hochwertig verarbeitet ist, sich vielfältig einsetzen lässt und leistungsstark ist. Zusätzlich hilft intelligente Elektronik, die für einen energiesparenden Automatikbetrieb sorgt.

Ein wartungsfreier Kondensatormotor ist aber ein wichtiges Leistungsmerkmal. Im Test schnitt auch das mehrstufige Pumpenlaufwerk besonders gut ab.

Diese sorgt für einen geräuscharmen Betrieb. Die meisten guten Modelle im Test schaffen darüber hinaus eine Fördermenge von etwa 3000-6000 l/h und weisen einen Druck von 4,2-5,5 bar auf.

Auch die elektrische Pumpensteuerung mit Manometer konnte viele Kunden im Test überzeugen.

Es gibt auch Modelle, bei denen man die genaue Fördermenge programmieren kann. Als Zubehör schneiden auch der Feinfilter und das Rückschlagventil im Test besonders gut ab.

Zu den guten Funktionen zählt auch noch ein elektronischer Durchflussschalter mit einer LED-Anzeige.

Kritik hingegen äußern die meisten Käufer bei dem undichten Gehäuse oder wenn die Automatik nicht so funktioniert, wie sie sollte. Stören kann auch die Lautstärke des Gerätes.