Heckenschere: Test & Vergleich 12/2021

Zunächst sollten Sie sich über die Sicherheit und Qualität von Heckenscheren informieren. Außerdem ist bei dem Kauf einer Gartenschere auch Ergonomität, Gewicht, Schnittstärke und Schnittlänge wichtig. Wenn Sie sich im klaren über diese Anforderungen sind, können Sie sich ein Test durchlesen.

Aber auch der Preis spielt oft eine wichtige Rolle, falls Ihr Budget knapp sein sollte. Viele Händler bieten auch eine Geld-zurück-Garantie an, wenn Ihnen das Produkt doch nicht gefallen sollte. In den folgenden Abschnitten gehe ich auf jedes Kriterium ein. Anschließend erläutere ich die Vor- und Nachteile der Heckenscheren-Varianten und gebe Ihnen Kaufempfehlungen. Ergänzend dazu nenne zu jeder Variante einen hilfreichen Test und Vergleich eines bekannten Vergleichsportals.

Warum ist Sicherheit so wichtig?

Heckenscheren sind gefährliche Maschinen, mit denen Gärtnerinnen und Gärtner leicht andere oder sich selbst verletzen können. Dies gilt insbesondere für motorisierte Geräte, bei denen im schlimmsten Fall sogar Explosionsgefahr besteht.

Je besser eine Maschine zu bedienen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für ein Missgeschick. Auch wenn es lästig erscheint: Benutzerinnen und Benutzer sollten stets vor dem Gebrauch die Bedienungsanleitung gründlich lesen.

Weshalb sollten Sie auf Qualität achten?

Eine Heckenschere ist oft eine teure Investition. Wer minderwertige Geräte kauft, braucht sich nicht wundern, wenn diese Maschinen nach Ablauf der Garantie den Geist aufgeben. Außerdem arbeitet eine Gärtnerin und ein Gärtner mit qualitativ hochwertigen Geräten wesentlich effizienter.

Während der Gartenarbeit ist nichts lästiger, als sich mit streikenden Maschinen zu beschäftigen. Wer gute Gartengeräte kauft, investiert auch in seine Freude über effektives Arbeiten. Aber ein teurer Preis bedeutet nicht automatisch mehr Qualität. Qualität muss individuell geprüft und mit der Konkurrenz verglichen werden.

Wann ist ein Gerät ergonomisch und gut bedienbar?

Gut bedienbare Geräte sind handlich und bequem zu führen. Die Griffe von manuellen Scheren sind optimalerweise ergonomisch geformt und gummiert. Heckenscheren, die mit einem Motor ausgestattet sind, sollten einen Bügel zur Führung und einen Griff zum Halten besitzen.

Dabei ist es von Vorteil, wenn Vibrationen während dem Betrieb durch Dämpfer reduziert werden, um die Hände zu entlasten. Ferner sollte die Maschine so konzipiert werden, dass das Verletzungspotential während der Verwendung minimiert wird.

Warum ist ein geringes Gewicht wichtig?

Das Gewicht eines Gerätes wird bei der Gartenarbeit schnell unterschätzt. Besonders bei langen und häufigen Einsätzen sollte die Gärtnerin oder der Gärtner das Gewicht des Gerätes berücksichtigen.

Aber auch der Einsatzort hat einen Einfluss auf die Wichtigkeit des Gewichtes. Folglich wird das Halten einer gewöhnlichen Heckenschere, die an einer hohen Stelle eingesetzt wird, mit der Zeit anstrengend. Eine flexible Teleskop-Heckenschere erleichtert dagegen die Arbeit.

Was sind Kriterien für die Schnittlänge?

Die Schnittlänge ist von dem Einsatzort abhängig. Hierbei gilt die Faustregel, je größer das Einsatzgebiet, desto größer sollte auch die Schnittstärke sein. Auf der anderen Seite sind Heckenscheren mit kurzen Schneideblättern wesentlich handlicher und einfacher zu führen.

Welche Kriterien gelten für die Schnittstärke?

Wenn Sie vor der Anschaffung wissen, wie dick der Durchmesser der Äste ist, können Sie hierfür ein geeignetes Gerät kaufen. Die Schnittstärke beginnt bei motorisierten Geräten ab etwa 15 mm.

Welche Heckenschere ist die richtige für mich?

Allgemein wird zwischen Benzin-, Elektro-, Hand- und Akkuschere unterschieden. Entscheidend für die Wahl einer Heckenschere ist der Einsatzzweck und persönliche Präferenzen. Demnach haben alle Heckenscheren so ihre individuellen Vor- und Nachteile.

Es gibt Heckenscheren auch als Teleskop- oder Langstielversion. Diese speziellen Geräte eignen sich für schwer zugängliche Bereiche oder bequemeres Arbeiten vom Boden aus.

Auch auf die Hecke kommt es an

Die Ligusterhecke ist besonders für Anfänger geeignet, da sie sehr anspruchslos ist und schnell wieder nachwächst. Zudem ist sie robust und lässt sich auch problemlos mit einer elektrischen Schere schneiden. Ebenso für Anfänger geeignet ist die Hainbuchenhecke.

Sie verträgt auch einen radikalen Formschnitt mit der Schneidemaschine. Bitte achten Sie dabei allerdings auf Nistplätze von Vögeln, die sich dort besonders wohlfühlen. Bei Thuja und andere Koniferen hingegen sollte man in der Breite darauf achten keine Löcher in den Strauch zu schneiden, weil sie sonst im Inneren verkahlen und verholzen.

Bei Formschnitten empfiehlt es sich die äußeren Triebspitzen abzuschneiden. Kirschlorbeerhecken haben große Blätter und sollten deshalb nicht mit einer elektrischen Heckenschere geschnitten werden. Durch das Schwert des Gerätes werden die Blätter verletzt und es entstehen unschöne, braune Stellen.

Um den Rückschnitt durchzuführen, verwenden Sie am besten eine scharfe, manuelle Schere. Der Formschnitt muss Anfang April noch vor dem ersten Blattaustrieb erfolgen. Achten Sie auch darauf, dass Sie Handschuhe tragen, denn die Kirschlorbeer ist giftig.

Warum sollte ich mir eine Benzinschere kaufen?

Eine Benzin-Heckenschere besitzt den Vorteil, dass der Gärtner damit große Flächen in kurzer Zeit bearbeiten kann. Die benzinbetriebene Heckenschere besitzt zudem kein störendes Kabel und es existiert keinen Akku, der aufgeladen werden muss.

Wer benzinbetriebene oder elektrische Heckenscheren kauft, spart sich also ein ständiges Aufladen von Akkus und einen eventuellen Ersatzkauf nach dem Verschleiß. Leider sind die benzinbetriebenen Geräte laut und verströmen unangenehm riechende Abgase.

Ein weiterer Nachteil ist, dass laufende Kosten für Benzin entstehen. Hinzu kommt, dass die Hersteller zukünftig eher auf Akkugeräte setzen. Aus diesem Grund lassen sich kompatible Ersatzteile nicht mehr so einfach ersetzen.

Die Heckenschere GE-PH 2555 von Einhell ist mit 0,95 Ps leistungsstark und kämpft sich selbst durch 2cm dickes Geäst. Sie wiegt jedoch stolze 5,45kg. Ein Kauf sollte daher gut überlegt sein.

Wann sollte ich mir eine Elektroschere kaufen?

Vorteile der kabelgebundenen Heckenschere ist, dass der Akku nicht geladen werden muss, der günstige Preis und das geringe Gewicht. Zudem sind Elektroscheren leise und produzieren keine schädlichen CO2-Emissionen. Die meisten haben im Vergleich zu den anderen Heckenscheren-Varianten eine hohe Langlebigkeit. Eine Elektroschere ist vor allem dann sinnvoll, wenn die nächstgelegene Steckdose vom Einsatzort nicht weit entfernt ist.

Viele Gärten haben jedoch keinen nahegelegenen Stromanschluss. Deshalb ist die Anschaffung einer Elektroschere für die meisten Gärtnerinnen und Gärtner nicht sinnvoll. Nur eine mobile Powerstation, die allerdings sehr teuer sein kann, würde da Abhilfe schaffen. Außerdem müssen Sie während dem Betrieb einer Elektroschere ein Auge auf das Stromkabel haben, damit Sie dieses nicht versehentlich beschädigen.

Diese Elektroscheren sind empfehlenswert

Atika bietet das Modell HS 710/61 an. Mit 3,3kg hat die Elektroschere ein durchschnittliches Gewicht. Die gehärteten Messer und die große Schnittstärke sorgen für gute Schnittergebnisse im Test. Ein robustes Metallgetriebe verspricht eine lange Lebensdauer. Der Handgriff ist um 180° drehbar und hat 5 Rasteinstellungen.

Ein etwas günstiges und leichteres Modell ist die Grizzly Elektro-Heckenschere EHS 4500. Sie überzeugt mit einer elektrischen Messerbremse, einer Kabelzugentlastung und zwei Hand-Sicherheitsschalter.

Sie ist mit 2,3kg im Test Vergleich besonders leicht und handlich. Das Modell GT5560 von Black+Decker hat eine sehr gute Motorleistung und ein spezielles Messerdesign, dass für ergonomisches Arbeiten sorgt. Das Modell ist mit 2,9kg nicht schwer.

Wozu brauche ich eine manuelle Heckenschere?

Wenn Sie nur einen kleinen Bereich pflegen müssen, ist eine manuelle Heckenschere empfehlenswert. Sie ist sofort einsatzbereit, präzise, günstig und benötigt keine Wartung. Außerdem lässt sich mit einer manuellen Heckenschere exakte Schönheitsschnitte erledigen. Wem Komfort und gleichmäßiger Schnitt wichtig ist, sollte eine Schere mit Wellenschliff erwerben.

Auch wenn Scheren mit Getriebemechanismus teurer sind, lohnt sich generell die Anschaffung. Komplexe, manuelle Scheren haben eine höhere Schneidleistung und erleichtern somit die Arbeit. Die größten Nachteile einer manuellen Heckenschere ist natürlich der erhöhte Aufwand und der begrenzte Einsatzbereich.

Trotzdem sollte eine manuelle Heckenschere in keinem Garten fehlen, denn sie lässt sich wie bereits erwähnt ideal als Ergänzung neben dem motorisierten Helfer nutzen. Außerdem bekommen Sie gute Heckenscheren bereits ab 25€.

Diese manuellen Heckenscheren sind empfehlenswert

Bei der Wahl einer geeigneten Heckenschere kommt es vor allem auf persönliche Präferenzen an. Wenn der Gärtner eine lange Zeit durchgehend mit der Heckenschere arbeiten möchte, ist eine leichte Heckenschere sinnvoll. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Weinlaubschere KR-1000 von ARS.

Sie besitzt den bereits erwähnten, effizienten Wellenschliff, ist hartverchromt und wiegt nur 780g. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, sollte zu der 8170RS/11 von Razorsharp greifen.

Sie hat ebenfalls einen Wellenschliff und der verzahnte Mechanismus erleichtert das Schneiden. Die gehärteten Kohlenstoffstahlklingen sorgten für lange Haltbarkeit im Test, während die leichtgewichtigen Alugriffe mit rutschsicheren und angenehmen Griffen die Arbeit erleichtern.

Für noch weniger Geld bietet die Amazon Eigenmarke eine Heckenschere an. Ein Blick auf die negativen Bewertungen zeigt aber, dass trotz der vielen guten Bewertungen, nicht jeder mit dem Produkt zufrieden ist. Die Website bietet einen Test für manuelle Heckenscheren an, aber auch motorisierte Geräte werden getestet. Sie ist seit 1996 eines der bekanntesten DIY-Portale in der Kategorie Haus und Garten in Deutschland.

Worauf muss ich bei einer Akkuschere achten?

Ein großer Vorteil von Akku-Heckenscheren ist die Mobilität und Flexibilität beim Arbeiten. Durch ihre Mobilität lassen sie sich an vielen verschiedenen Orten auf einem Grundstück einsetzen. Knackpunkt bei einer akkubetriebenen Heckenschere ist besonders der Akku.

Niemand möchte ständig einen Akku an die Steckdose stecken müssen. Dabei kommt es insbesondere auf die Akkustärke, Laufzeit und Ladezeit an. Ein guter Akku sollte mindestens eine Stunde durchhalten, bis er an das Ladegerät angeschlossen werden muss. Die Akkustärke ist entscheidend, wenn Sie dicke Äste schneiden wollen.

Hierbei vergleichen Sie am besten auf die Amperezahl mit den Konkurrenzprodukten. Vor einem Kauf sollte auf einen wechselbaren Lithium-Ionen-Akku geachtet werden. Darüber hinaus spart ein universeller Akku, der in mehrere Geräte passt, viel Geld, wenn Sie sich mehrere Geräte anschaffen wollen.

Diese Akku-Heckenscheren sind empfehlenswert

Falls Sie bereits Gartengeräte von Stihl besitzen und eine leistungsstarke Schere zu einem vernünftigen Preis benötigen, ist die Heckenschere HSA 56 eine gute Option. Der Hersteller gewährt 2 Jahre Garantie.

Wenn Sie ihr Produkt innerhalb von 60 Tagen nach dem Kauf auf Stihl.de registrieren, können Sie diese Garantie um 1 Jahr verlängern. Allerdings ist die Maschine mit 4kg nicht besonders leicht.

Eine günstigere und leichtere Alternative ist die Makita Heckenschere DUH523Z. Die maximale Astdicke hat in einem Test bis zu 15mm betragen.

Das Gerät besitzt dazu eine Schnittlänge von 52cm. Genauso wie bei Stihl, gibt es für Makita einen universellen Akku, der in fast alle Geräte passt. Auch bei Makita lässt sich die Garantie der Geräte und der Akkus innerhalb von vier Wochen nach dem Kauf auf der Herstellerwebsite verlängern.

Wer nach einer leichten und günstigen Maschine sucht, sollte sich die Worx WG261E.9 anschauen. Stiftung Warentest hat im Jahr 2017 15 verschiedene Akku-Heckenscheren getestet. Davon schnitten weniger als die Hälfte der Maschinen im Test gut ab. Die meisten der Geräte hatten eine schnelle Schnittgeschwindigkeit und hielten über 40 Minuten lang durch.

3 der Geräte schafften im Test sogar mehr als 80 Minuten Laufzeit. Somit haben sich die Leistungen gegenüber dem Vortest der Stiftung Warentest deutlich gesteigert. Aber auch die Preise sind drastisch gesunken.

Wann ist die Anschaffung einer Teleskopschere sinnvoll?

Teleskop-Heckenscheren sind für schwer zugängliche Stellen konzipiert. Wenn Sie also beispielsweise hohe Hecken schneiden müssen, ist der Kauf einer Teleskop-Heckenschere sinnvoll. Aber auch eine eingeschränkte Beweglichkeit des Gärtners kann ein Grund für den Kauf einer teleskopierbaren Heckenschere sein.

Ein weiteres Einsatzgebiet der Teleskopschere sind Baumkronen. Mit der Verlängerung lassen sich Bäume bequem vom Boden aus beschneiden. Somit sparen sich die Gärtnerinnen und Gärtner das gefährliche Balancieren auf Leitern oder Ästen.

Welche Teleskop-Heckenscheren sind empfehlenswert?

Bosch bietet die schnurlose Teleskop-Heckenschere mit der Modellbezeichnung 06008B3001. Der höhenverstellbare Teleskopstiel mit Schwenkkopf ermöglicht eine Reichweite von bis zu 2,6m.

Ein Anti-Blockier-System sicherte eine kontinuierliche und kraftvolle Schnittleistung im Test. Das Gewicht von 3,6kg ist optimal auf dem Gerät verteilt. Laut Hersteller hat das Gerät bis zu 2,5 Stunden im Test durchgehalten. Auch Bosch hat einen universellen Akku, der in jedes moderne Gerät passt.

Stiftung Warentest hat bisher leider keinen aktuellen Test von Teleskop-Heckenscheren durchgeführt. Dafür wurden einige Heckenscheren mit langem Stiel in einem Akku-Heckenscheren Test geprüft.

5 der Maschinen waren Langstiel-Heckenscheren. Hierbei schnitten 2 der Geräte gut ab und eines mit der Note 3. Mehr zu dem Test finden Sie in dem darüber liegenden Abschnitt über Akku-Heckenscheren.