Tauchdruckpumpe: Test & Vergleich 07/2021

Tauchdruckpumpen sorgen für einen grünen und gesunden Garten. Sie lassen sich in Brunnen, Zisternen und Regentonnen installieren. Sie pumpen Wasser mit genügend Druck, um Sprinklersysteme zu versorgen.

Diese nützlichen Geräte helfen aber auch beim Abpumpen von Pools und Schwimmbecken. Der Test zeigt welche Tauchdruckpumpe für welche Situation am besten passt. Der vorliegende Artikel beantwortet alle häufigen Fragen zur Funktionsweise und Installation von Tauchdruckpumpen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Tauchdruckpumpen haben gegenüber normalen Tauchpumpen den Vorteil, dass sie Wasser aus größeren Tiefen herauf pumpen können. Man kann sie in Brunnen und Zisternen und zum Abpumpen von Pools nutzen.
  • Diese Geräte arbeiten leise und lassen sich für längere Zeit unter Wasser lagern. Ein Dauerbetrieb ist nicht zu empfehlen.
  • Es lassen sich Klar- und Schmutzwasserpumpen unterscheiden. Erste eignen sich für Wasser mit geringen Verschmutzungsgrad. Letztere finden vor allem in Baugruben Verwendung.

Was ist eine Tauchdruckpumpe eigentlich genau?

Eine solche Pumpe eignet sich für Wasser in großen Tiefen oder kann dieses auch in große Höhen befördern. Tiefer gelegene Brunnen und höhergelegene Wassertanks gehören zu ihren Einsatzgebieten.

Tauchdruckpumpen dürfen auch für längere Zeit unter Wasser stehen und arbeiten. Man sieht sie nicht direkt und sie arbeiten dazu noch leise. Die Modelle für Brunnen sind dünn und lang, während Schmutzwasserpumpen breit und kurz sind.

Man kann Tauchdruckpumpen auch gegen Überschwemmungen einsetzen, denn sie können Wasser gegen einströmende Mengen hinaus pumpen.

Welche Funktionen hat eine Tauchdruckpumpe?

Nutzt man die Pumpe für einen Brunnen, dann setzt man sie direkt ins Wasser ein. Der Elektromotor der Pumpe lässt sich mit dem Stromnetz des Hauses verbinden.

Der Motor treibt die Schaufelräder an, mit deren Hilfe das Wasser von der Ansaugöffnung angezogen wird. Der Motor verfügt über genügend Energie, um einen Druck zu erreichen, der das Wasser viele Meter in die Höhe pumpen kann.

Die Schaufelräder einer Klarwasserpumpe können durch Schmutzpartikel leicht beschädigt werden, deshalb sich diese Art von Pumpen nicht für schmutziges Wasser eignen.

Sie besitzen zwar Schmutzfilter, aber diese verschließen sich leicht durch Schlamm, was die Fördermenge verringert. Andere Maschinen besitzen einen automatischen Anschalter, der bei der Nutzung von Wasser angeht, wie zum Beispiel bei Sprinklern.

Welche verschiedenen Arten von Tauchdruckpumpen gibt es?

Die wichtigsten Arten von Tauchdruckpumpen sind die folgenden:

  • Klarwasserpumpe
  • Schmutzwasserpumpe
  • Entwässerungspumpe

Klarwasserpumpe

Diese Art von Pumpe findet vor allem für die Gartenbewässerung aber auch für Brunnen oder Wassertanks Verwendung. Sie erzeugt genug Druck, damit man sie an einen Gartenschlauch oder an eine Bewässerungsanlage anschließen kann.

Vorteile:

  • Wenig Stromverbrauch
  • Große Förderhöhen
  • Hoher Wasserdruck
  • Funktionieren für Gartenbewässerung

Nachteile:

  • Sehr wenig bis keine Schmutztoleranz

Schmutzwasserpumpen

Eine Tauchdruckpumpe für Schmutzwasser eignet sich bestens für verschmutztes Wasser, welches auf Baustellen oder bei Überschwemmungen vorkommt. Sie ist viel robuster als eine Klarwasserpumpe und kann Schmutzpartikel bis zu 30 mm fördern.

Vorteile:

  • Schaffen Wasser mit einer Korngröße bis zu 35 mm
  • Große Fördermengen

Nachteile:

  • Niedrige Förderhöhe
  • Wenig Wasserdruck

Entwässerungspumpen

Eine Entwässerungspumpe schafft sehr große Fördermengen und kann im Einsatz gegen Überschwemmungen helfen. Der Schaden an der Hausfassade lässt sich dadurch verringern. Eine solche Pumpe schafft es auch, einen ganzen Pool oder eine Regentonne in kürzester Zeit abzupumpen.

Vorteile:

  • Riesige Fördermengen pro Stunde
  • Haben automatische Einschaltsensorik

Nachteile:

  • Niedrige Förderhöhe
  • Wenig Wasserdruck

Für welche Tauchdruckpumpe soll man sich entscheiden?

Welche Pumpe gekauft wird, hängt ganz alleine vom Einsatzgebiet ab.

Eine Tiefdruckpumpe bzw. Klarwasserpumpe eignet sich am besten für Brunnen und Zisternen. Wenn der Brunnen sehr tief ist, dann sollte man eine Tiefbrunnenpumpe mit einer Förderhöhe von 80 m und einer Tauchtiefe von 20 m eingesetzten.

Eine Entwässerungspumpe ist die beste Wahl, wenn ein Pool oder Schwimmbecken abzupumpen ist. Sie kann sich aber auch für Überschwemmungen in Kellerräumen gut eignen, wenn sie eine flachabsaugende Pumpe ist.

Eine Schmutzwasserpumpe verwendet man am besten bei Hochwasser und auf schlammigem Boden. Eine solche Maschine ist dreckverträglich. Sie kann zwar auch sauberes Wasser pumpen, aber dabei entsteht nicht so viel Druck wie bei Klarwasserpumpen.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Der Preis einer Tauchdruckpumpe hängt von verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel vom Einsatzgebiet, von der geforderten Leistung und der Langlebigkeit der Pumpe ab.

Eine Einsteigerpumpe bekommt man schon ab 30 Euro, aber diese Modelle haben keine große Motorleistung und schaffen nur niedrige Fördermengen. Deshalb eignen sie sich auch für weniger Einsatzgebiete.

Klarwasserpumpen haben grundsätzlich eine Preisspanne von ca. 70 bis 320 Euro, während Schmutzwasserpumpen von etwa 40 bis 120 Euro gehen.

Entwässerungspumpen sind ähnlich teuer, hier gehen die Modelle von 30 bis 130 Euro. Wer eine vielseitige Pumpe haben möchte, der muss mit Preisen von 100 Euro und mehr rechnen.

Die Pumpe ist umso teurer, je mehr unterschiedliche Funktionen sie hat. Spezielle Funktionen, wie die automatische Einschaltfunktion bei einem Wasseranstieg, bekommt man ab 300 aufwärts.

Wo kann man Tauchdruckpumpen kaufen?

Tauchdruckpumpen sind sowohl bei örtlichen Baumärkten als auch in diversen Online-Shops wie zum beispiel Amazon erhältlich. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es sich auch wirklich um eine Tauchdruckpumpe handelt und nicht um eine normale Tauchpumpe.

Gibt es gute Alternativen zu einer Tauchdruckpumpe?

Je nachdem welches Anwendungsgebiet man anstrebt, kann man auch eine alternative Pumpe zur Tauchdruckpumpe wählen. Eine normale Tauchpumpe wäre eine solche Alternative. Sie eignet sich nur aufgrund ihres schwächeren Motors nicht für Sprinkler.

Tiefbrunnenpumpen sind die beste Wahl für Tauchtiefen von 20 m. Der Nachteil ist, dass sie viel Energie benötigen. Teichpumpen sind am besten für den Einsatz in Teichen, denn sie zirkulieren das Wasser sehr gut und sorgen so für eine ideale Fauna.

Eine Aquarienpumpe benötigt man hauptsächlich zur Filterung des Wassers in einem Aquarium. Jede der genannten Pumpenarten ist für ein spezielles Anwendungsgebiet genau richtig. Wer aber mehrere Gebiet abdecken will, der sollte sich für die Tauchdruckpumpe entscheiden.

Wie nimmt man eine Tauchdruckpumpe richtig in Betrieb?

Bevor die Tauchdruckpumpe mit dem Abpumpen beginnen kann, muss man sie erst instandsetzen. Dabei geht man folgendermaßen vor:

  • Luft einweichen: Die Luft innerhalb der Maschine muss entweichen, deswegen legt man die Pumpe für 60 bis 90 Sekunden ins Wasser, bevor man sie anschließt.
  • An das Stromnetz anschließen: Nun kann man die Tauchdruckpumpe an das Stromnetz anschließen.
  • An den Wasserkreislauf anschließen: Nachdem die Pumpe Strom hat, kann man sie mit einem Anschlussrohr an die versorgenden Maschinen anschließen.
  • Tauchdruckpumpe anschalten: Jetzt lässt sich die Tauchdruckpumpe einschalten. Die Maschine soll dann einen Probedurchgang durchlaufen. Funktioniert alles ordnungsgemäß, kann man die Maschine richtig nutzen.

Je nach Modell kann die Pumpe einen Schwimmschalter enthalten, der für den erwünschten Wasserstand sorgt. Nach getaner Arbeit kann die Pumpe auch weiter im Wasser bleiben.

Die Funktionen einer Allrounder-Pumpe

Klarwasser-Tauchdruckpumpen eignen sich gut für Schwimmbecken, Behälter und Zisternen. Im Test zeigte sich, dass eine Pumpleistung von 3200 Liter pro Stunde für Schwimmbecken völlig ausreicht und auch ganze Räume trocken legen kann.

Eine solche Pumpe kann aber auch den Garten bewässern und zeichnet sich durch ihre Energieeffizienz aus. Für die Trockenlegung spricht, dass die Pumpe flach absaugen kann und sich manuell führen lässt.

Da sie eine Förderhöhe von 24 m besitzt, ist die Pumpe auch für tieferliegende Brunnen und Zisternen nutzbar. Ein abnehmbarer Schmutzfilter fällt im Test auch positiv auf und reinigt verschmutztes Wasser gut. Eine solche Tauchdruckpumpe mit diesen Funktion bezeichnet man als echter Allrounder.

Tauchdruckpumpen für Klarwasser

Tauchdruckpumpen, die man gerne für Sprinkleranlagen einsetzen möchte, sollten über eine ordentliche Fördermenge pro Stunde verfügen. 6000 Liter pro Stunde erwiesen sich im Test als gute Leistung.

Mit 900 Watt arbeitet eine solche Pumpe aber auch energiesparend und erreicht Förderhöhen von 32m. Weitere tolle Funktionen sind ein Schwimmerschalter und eine Optimierungen für die Gartenbewässerung.

Pumpen, die ganze Gruben oder Kellerräume auspumpen sollen, müssen Wasser mit Schmutzpartikeln bis zu 30 mm schaffen und sollten laut Test eine große Fördermenge von etwa 18.000 Liter pro Stunde besitzen.

Eine solche Schmutzwasserpumpe hilft Wasserschäden vorzubeugen und sorgt für eine schnelle Entleerung von Räumen.

Tauchdruckpumpen eignen sich für große Höhen

Wer eine Pumpe für richtig tiefe Brunnen sucht, sollte laut Test ein Gerät wählen, das eine Förderhöhe von 65 m und eine Eintauchtiefe von 20 m aufweist. Eine schmale Pumpe mit einem Edelstahlgehäuse eignet sich gut, um sie in Brunnen einzubauen.

Eine tolle Funktion ist eine externe Schaltbox, mit der die Pumpe von der Oberfläche aus steuerbar ist. So ein Gerät kommt aber schon einmal auf 1300 Watt Leistung, was viel Energie verbraucht. Doch für den Einsatz in großen Tiefen ist sie ideal und sie hält auch lange dank ihrer robusten Bauweise.

Tauchdruckpumpen mit automatischer Einschaltfunktion

Förderhöhen von 45 m und Fördermengen von 6000 Litern pro Stunde sprechen für den Einsatz in Brunnen und Regentonnen. Sehr gut schnitt im Test auch die automatische Drucksensorik ab.

Sie sorgt dafür, dass sich die Pumpe einschalten lässt, sobald Wasserbedarf erkennbar ist. Eine solche Maschine ist auch robust und übersteht eine längere Lagerung unter Wasser ohne Probleme. Der vergleichsweise hohe Preis rechtfertigt sich mit der Langlebigkeit und Verlässlichkeit einer solchen Maschine.

Der Einsatz bei Überschwemmungen

Spezielle Entwässerungspumpen eignen sich besonders gut für den Dauerbetrieb bei Hochwasser. Der Test zeigt, dass eine solche Pumpe Mengen von 14.000 Litern pro Stunde bewältigen kann und damit Überschwemmungen in Haus und Keller den Gar ausmacht. Sie leistet aber auch bei Pools gute Arbeit und kann auch Restwasserhöhen von 1 mm aufwischen.

Viele Tauchdruckpumpen eignen sich nicht für den Dauerbetrieb, aber es gibt auch spezielle Modelle, deren Leistung davon nicht beeinträchtigt wird. Der Test zeigt auch, dass bei solchen Geräten ein Edelstahlgehäuse nützen kann, da es robust und langlebig ist.

Die wichtigsten Kauf- und Bewertungskriterien

Maximale Fördermenge

Sie drückt die Pumpkapazität aus und wird in Litern pro Stunde angegeben. Dabei reicht die Spannweite von 3.200 bis 13.000 Liter pro Stunde.

Diese Menge verringert sich je nach der Tiefe, wo die Pumpe zum Einsatz kommt und sie ist auch abhängig, wie hoch man das Wasser pumpen will bzw. muss.

Beim Kauf ist es wichtig, die technischen Angaben der Maschine zu beachten und sie im Bezug auf das Anwendungsfeld zu sehen. Eine hohe Fördermenge braucht man zum Beispiel, wenn viele Sprinkler an die Tauchdruckpumpe anzuschließen sind.

Maximale Förderhöhe

Man misst sie ab der Höhe der Maschine im Medium bis zum Austritt aus dem Schlauch. Mit in der Förderhöhe inbegriffen ist also auch immer die Tauchtiefe.

Die Förderhöhe spielt dann eine Rolle, wenn die Pumpe in Brunnen und Zisternen zum Einsatz kommen soll. Eine Tauchdruckpumpe schafft es, im Vergleich zur normalen Tauchpumpe, das Wasser bis zu 60 m hochzupumpen. Abhängig ist das Ergebnis von der Motorleistung, denn ohne genug Leistung kommt das Wasser nicht so weit hoch.

Motorleistung

Die Leistung des Motors eine Tauchdruckpumpe bestimmt die erreichbaren Fördermengen und auch die Förderhöhe des Wassers. Je höher die Leistung, desto höher auch der Wasserdruck, die Fördermenge und die Förderhöhe.

Daher schneiden Pumpen mit einer hohen Motorleistung auch im Test gut ab. Man kann Tauchdruckpumpen praktischerweise direkt an das Stromnetz des Hauses anschließen. Je nachdem auf welches Gebiet sie spezialisiert sind, erreichen sie eine Leistung von 400 bis 1300 Watt.

Maximale Tauchtiefe

Neben der Förderhöhe einer Pumpe spielt auch die Tauchleistung eine große Rolle, zumindest beim Einsatz in Brunnen und Zisternen. Spezielle Tiefbrunnenpumpen schaffen Tauchtiefen bis zu 20 m.

Tauchdruckpumpen können je nach Anwendungsart Tiefen von etwa 7 m erreichen. Bei einer Klarwasserpumpe ist zu beachten, dass diese sich nicht für einen sandigen oder schlammigen Boden eignet, da ansonsten Schmutzpartikel hineingelangen können. Besser ist ein Platz auf einem kleinen Plateau über dem Boden.

Schmutzpartikelgröße

Eine Klarwasserpumpe eignet sich eher für wenig verschmutztes Wasser wie Regenwasser, Wasser in Pools oder Brunnen. Mit Schmutzpartikeln kommen diese Pumpen nicht so gut klar und bei einer hohen Korngröße kommt es zuerst zu einer Leistungsbeeinträchtigung und später zum Verschleiß und Defekt der Maschine.

Es gibt auch Tauchdruckpumpen mit Filtern oder Sieben. Diese eignen sich aber auch eher für wenig verschmutztes Wasser.

Will man das Gerät auf Baustellen oder bei Überschwemmungen einsetzen, empfiehlt sich die Verwendung einer Schmutzwasserpumpe. Sie verfügen über große Fördermengen und können Körner von maximal 35 mm aus dem Wasser herauspumpen.

Material und Verarbeitung der Tauchdruckpumpe

Da so eine Pumpe für Schwerstarbeit leistet, sollte sie auch eine gute Verarbeitung aufweisen. Sie kommt oft in große Wassertiefen mit hohem Druck und deswegen muss sie aus hochwertigen und stabilen Materialien bestehen.

Nicht rostender Edelstahl oder dicker Kunststoff schnitten im Test sehr gut ab. Nur so ist das Gehäuse in mehreren Metern Tiefe auch noch komplett wasserdicht.

Ausstattung und Funktion der Tauchdruckpumpe

Laut Test sind die Bedienbarkeit, die Funktionalität und die Ausstattung besonders wichtig beim Kauf einer Pumpe. Schutzmaßnahmen, wie die automatische Abschaltung beim Trockenlauf, oder ein Schutz vor Überlastung kommen bei den Kunden gut an.

Daher sollte der Schwimmschalter bei keiner guten Pumpe fehlen. Einen solchen kann man auch manuell bedienen und so das Trockenlaufen der Pumpe zu verhindern.

Außerdem lässt sich einstellen, bei welchem Wasserstand diese zu pumpen beginnt. Zur guten Ausstattung einer hochwertigen Pumpe gehören auch ein Tragegriff oder ein Seil für das Ablassen in tiefe Brunnen.

Fazit

Tauchpumpen sind vielseitig einsetzbar, egal ob im Garten, zum Abpumpen des Pools, auf Baustellen oder gegen Überschwemmungen.

Für jedes Gebiet gibt es die richtige Pumpe. Eine Tauchdruckpumpe kann das Wasser auch aus Brunnen und Zisternen pumpen. Beim Kauf kann man von günstigen Einsteigermodellen bis hin zu teureren Varianten mit speziellen Funktionen wählen.