Aufblasbarer Pool: Test & Vergleich 07/2021

Ein aufblasbarer Pool macht heiße Tage im eigenen Garten zum puren Vergnügen: Er sorgt für Abkühlung, Badevergnügen und gute Laune. Im Gegensatz zum fest angelegten Pool ist die Handhabung denkbar einfach.

Nur aufstellen, aufblasen, Wasser einlassen - fertig! Doch die Modelle sind außerordentlich vielfältig, was viele Käufer vor ein Problem stellt. Welcher Pool ist der richtige für mich und meine Familie? Dieser Ratgeber hilft: welche Größen es gibt, welches Zubehör wichtig ist und worauf man noch achten sollte. Mit Test Auswertung!

Grundlegendes

Was ist ein aufblasbarer Pool: ein Swimmingpool, der nicht fest in den Garten gebaut wird. Vielmehr lässt er sich wie eine Luftmatratze aufpumpen. Er besteht aus flexiblem, aber robusten Kunststoff.

Wird er nicht gebraucht, lässt er sich leicht abbauen und platzsparend verstauen. Damit ist seine Handhabung überaus einfach. Zum Betrieb braucht es bei kleineren Modellen kaum mehr als eine Luftpumpe. 

Größere Modelle arbeiten oft mit Filter, um die Wasserqualität zu erhalten. In der Form ist so ein Pool sehr vielseitig: Zwar dominiert immer noch das runde Modell, doch es gibt schon Pools mit Aufbauten, mit Rutsche oder auch mit integrierten Sitzen.

Wo ist der Unterschied zum Planschbecken?

Ein aufblasbarer Pool ist mehr als ein Planschbecken. Er ist größer und somit auch stabiler, denn er fasst mehr Wasser. Demzufolge findet auch die ganze Familie darin Platz.

Im Planschbecken hingegen haben vor allem die Kleinen ihren Spaß. In der Praxis und auch von Herstellern werden aber oft die beiden Begriffe für dasselbe verwendet.

Wie funktioniert ein aufblasbarer Swimmingpool?

Häufig wird nur ein Luftring um den Pool herum aufgeblasen. Dies geht recht schnell. Anschließend kann der Pool schon befüllt werden, wobei ihn das Wasser stabilisiert, so dass er sich aufrichtet. Gibt es einen Filter, schließt man ihn einfach über zwei Schläuche mit an.

Für wen eignet sich ein aufblasbarer Swimmingpool

Voraussetzung ist eine genügend große Fläche zum Aufstellen. Ideal ist darum ein eigener Garten. Ob mit der eigenen Familie, mit Partner oder solo: Wer im Sommer Abkühlung sucht, hat damit ohne großen Aufwand einen eigenen Pool. Im Winter oder wenn das Wetter nicht mitspielt, wird der Pool einfach weggeräumt.

Vorteile

  • hygienischer, rascher erreichbar als ein Freibad
  • leicht auf- und abzubauen, spart Platz
  • weniger Kosten als Dauerticket für Freibad
  • keine Fremdnutzung, sofern nicht gewünscht

Welches Material ist am besten?

Ein Pool umfasst immer mehreren Kammern. Diese bestehen aus einem möglichst langlebigen und stabilen Kunststoff. Dessen Art unterscheidet sich von Pool zu Pool. Welches Material auch immer gewählt wird, es muss verschiedenen Anforderungen gerecht werden.

Dazu zählt nicht nur permanente Sonneneinstrahlung, sondern auch der Untergrund. Häufig gibt es hier Steinchen oder sonstige Unebenheiten, welche der Poolboden aushalten muss. Daher sollte das Material vor allem robust, aber auch flexibel sein. Dies trifft auf Vinyl zu: Dabei handelt es sich um eine der am besten geeigneten Arten.

Vinyl kostet etwas mehr, ist aber auch besonders gut haltbar. Zudem lässt es sich besser verarbeiten. Hier gibt es keine hervorstehenden Nähte, auch die Haut verträgt den Kontakt gut.

Verschiedene Arten

Quick-Up

Diese Art ist am häufigsten bei großen Pools. Der Name ist Programm: Der Pool ist besonders flink aufgebaut, weil nur ein einziger Luftring befüllt werden muss.

Er befindet sich am Rand des Pools, schließt den Inhalt also komplett ein. Dadurch ergeben sich zwei Eigenschaften dieser Art. Das Wasser stabilisiert den Pool, was die Handhabung vereinfacht.

Hingegen ist das Einsteigen besonders für kleine Kinder nicht ganz leicht, denn der Rand wird durch die Luftbefüllung etwas breiter. Häufig braucht man zum Ein steigen eine Leiter.

Komplett aufblasbarer Pool

Diese Art ist günstiger als der Quick-Up, denn die Konstruktion ist einfacher. Hier wird alles aufgeblasen, auch der Boden. Der Pool besteht also aus mehreren Luftkammern.

Weil sie alle befüllt werden müssen, bevor der Pool genutzt werden kann, dauert das Aufbauen länger. Dies ist aber auch abhängig von der Größe: Kleine Planschbecken folgen ebenfalls diesem Prinzip.

Oft ist das Material nicht sehr hochwertig. Auch sollten die Luftkammern häufiger geprüft werden. Sie halten die Luft nicht sehr lange und gehen bei Belastung rascher kaputt.

Aufblasbarer Whirlpool

Dies ist eine besondere Art aufblasbarer Pools. Sie zeichnet sich durch ihre Technik aus. Mit speziellen Düsen wird das Wasser bewegt, was für ein wohliges Körpergefühl sorgt.

Aufgrund dieser Technik eignen sich aufblasbare Whirlpools nicht mehr für jeden Garten. Sie sind auch etwas teurer als herkömmliche aufblasbare Swimmingpools. Zudem geht die Nutzung eher in Richtung Spa und Wellness.

Das Aufstellen eines aufblasbaren Pools

Wichtig ist nicht nur genug Platz. Der Ort für den Pool sollte zudem möglichst eben sein. Wenn es eine auch nur leicht abschüssige Fläche ist, kann Folgendes passieren: Das Wasser übt einen starken Druck auf die Kammern aus.

Je nach Verarbeitung und Material kann dies schon dazu führen, dass der Pool vorzeitige Beschädigungen aufweist. Ebenso verhält es sich mit dem Untergrund.

Er sollte vor dem Aufstellen auf Unebenheiten und Steinchen geprüft werden. Diese sollten so gut es geht entfernt werden. Ist dies nicht möglich, eignet sich eine Unterlage hervorragend zum Schutz des Pools.

Unterlage zum Schutz des Pools

Sie ist entweder bereits im Lieferumfang enthalten. Wahlweise lässt sie sich leicht nachkaufen: Im Baumarkt oder online finden sich viele geeignete Materialien. Eine Plastikplane funktioniert ebenso gut wie eine dicke Matte. Die Größe sollte natürlich zum Grundriss passen.

Wie funktioniert das Aufblasen und schafft man das auch allein?

Viele Hersteller werben damit, dass ihr aufblasbarer Pool in nur 30 Minuten aufgeblasen sei. Das funktioniert sogar, wenn wie beschrieben nur ein Luftring zu befüllen ist.

Es braucht dazu auch nur eine Person, die richtige Pumpe vorausgesetzt. Wichtig: Die Kammer sollte nur bis zu 80 Prozent mit Luft befüllt werden. Wer zu viel des Guten tut, riskiert Schäden: Luft dehnt sich in der Wärme aus! Dazu braucht sie besonders bei längerer Nutzung noch ein wenig Platz.

Größen und Maße

Einheitsmaße gibt es hier nicht, weshalb besonders dieser Punkt sorgfältig bedacht werden will. Dabei erstrecken sich die Unterschiede nicht nur auf Länge und Breite, oder bei runden Modellen auf den Durchschnitt.

Sie beziehen sich auch auf die Höhe. Das ist wichtig, um den späteren Einstieg komfortabel zu halten. Kleinere Kinder brauchen etwas anderes als größere, und sollen die Erwachsenen auch noch Platz finden, steigt die Gefahr eines Fehlkaufs.

Hier ist es wichtig, sich im Vorfeld des Kaufs klarzumachen, wer den Pool nutzen wird. Im Test zeigte sich, dass Kunden dies häufig unterschätzen! Solche Pools können mehr als einen Meter Wassertiefe haben, was für kleine Kinder schon nicht mehr geeignet ist.

Checkliste für den Kauf

  • Platz ausmessen, danach Größe aussuchen.
  • Für wen soll der Pool sein? Kleine Kinder und / oder Erwachsene?
  • Wie sieht der Untergrund aus? Ist er gerade, gibt es Unebenheiten oder gar Steinchen?
  • Wo befindet sich der nächste Wasseranschluss?
  • Welche Bauweise hat der Pool - wie schnell / leicht gestaltet sich das Befüllen?
  • Muss etwas Bestimmtes enthalten sein (Rutsche, Bodenplane, Abdeckplane, Sitze?)
  • Was wird geliefert - auch die Luftpumpe?
  • Wo lässt sich der Pool lagern, wenn er nicht gebraucht wird?
  • Passt das Design zu den Wünschen?

Wie sollte man den aufblasbaren Pool reinigen?

Nicht immer lohnt sich ein Abbau nach jeder Nutzung. In langen, heißen Sommern bleibt der Pool auch schon mal über Wochen am Ort. Wird der Pool nicht gepflegt, kann die Wasserqualität massiv sinken.

Im Test fanden Käufer heraus, dass schon nach wenigen Tagen eine gründliche Reinigung angebracht ist. Sie sollte im Ablassen des gesamten Wassers bestehen, danach wird der Pool mit lauwarmem Wasser und einem milden Reiniger sorgfältig abgewischt.

Anschließend mit Desinfektion hinterhergehen. Achtung: Wer zu scharfe Reiniger verwendet, schadet auf Dauer dem Pool!

Man kann außerdem einen Poolreinigungsgerät verwenden welcher den Poolboden, ähnlich wie einen Staubsauger reinigt.

Warum sollte man spezielle Desinfektion benutzen?

Normale Desinfektionsmittel sind oft nicht geeignet, weil sie beim Baden Haut und Augen reizen könnten. Daher gibt es für Pools und Planschbecken praktische Pool-Desinfektionsmittel in Flaschen. Sie helfen, Bakterien, Pilze und Keime fernzuhalten.

Braucht es immer einen Filter?

Ein Wasserfilter hilft, ähnlich wie in einem Aquarium die Wasserqualität zu halten. Häufig bezeichnet man ihn auch als Pumpe, was nicht mit der Luftpumpe zu verwechseln ist.

Vom Prinzip her stimmt es aber, denn der Filter funktioniert mithilfe einer Pumpe. Sie befördert das Wasser in eine Anlage, welche es filtert und somit säubert.

Anschließend wird es wieder in den Pool geleitet. Diesen Aufwand lohnt nur ein größerer aufblasbarer Pool, der dazu noch lange mit Wasser befüllt stehen bleibt. Kleinere Pools brauchen so etwas nicht: Hier ist es praktischer, das Wasser häufig zu wechseln.

Was sagen Stiftung Warentest / Ökotest?

Die Stiftung Warentest hat noch keine aufblasbaren Pools getestet. Ökotest hingegen schon: Im Jahr 2010 warf sie einen kritischen Blick auf 16 derartige Pools. Im Test ergab sich Folgendes. Viele Modelle enthielten Weichmacher, was bei ständiger Nutzung gesundheitsschädlich ist.

Weiterhin zeigte der Test, dass auch andere Verunreinigungen leider an der Tagesordnung sind. Hierzu gibt die Stiftung zwei Empfehlungen. Beim Aufblasen sollte stets eine Pumpe verwendet werden. Wer mit dem Mund aufbläst, riskiert, solche schädlichen Bestandteile einzuatmen.

Zudem sollte vor dem Kauf die Erfahrung und der Test durch andere Kunden mit einbezogen werden. Sie berichten häufig von unangenehmen Gerüchen, was auch auf schädliche Bestandteile hinweisen kann.

Was verrät der Test anderer Kunden auf online Kundenportalen?

Kunden achten im Praxis Test vor allem darauf:

  • groß genug für alle Kinder
  • rasches Aufpumpen möglich
  • robust, hält etwas aus
  • mehrere Luftkammern für mehr Stabilität

Damit waren sie unzufrieden:

  • schlechter Geruch
  • keinerlei Zubehör
  • hält den Luftdruck nicht ausreichend lange

Wo kann man einen aufblasbaren Pool kaufen?

Der online Kauf lohnt sich: Hier ist die Auswahl am größten. Zudem gibt es zahlreiche Test Berichte, bei denen die besten aufblasbaren Pools vorgestellt werden. Für eine erste Orientierung bietet sich dies sogar an: Unter der großen Vielzahl von Modellen ist es nicht immer leicht, das Passende zu finden.

Wahlweise bieten auch bekannte Discounter wie Aldi, Lidl oder Netto zum Sommer hin aufblasbare Swimmingpools an. In Baumärkten ist die Auswahl kleiner, dafür profitieren Käufer von möglicher Beratung.

Wie teuer ist ein aufblasbarer Pool?

Der Preis ist stark abhängig von Größe und Ausstattung. Einfache Becken gibt es bereits für unter zwanzig Euro. Wer ein Modell für kleine Kinder sucht, wird hier bereits fündig.

Im höherpreisigen Bereich erwartet den Käufer nicht nur mehr Platz, sondern auch bessere Qualität. Entscheidend für den Preis ist natürlich auch das Zubehör.

Wer Abdeckplane, Leiter und Pumpe mitkauft, muss mehr einrechnen. Edle Pools, beispielsweise aufblasbare Whirlpools, kosten mehrere hundert Euro.

Alternativen aufblasbarer Pool

Kinderplanschbecken

Der Unterschied besteht häufig nur in der Größe. Oft ist aber auch das Design anders: Während der Pool schlichter gestaltet ist, glänzt das Planschbecken durch knallige Farben. Ein solches Planschbecken ist grundsätzlich flexibler, sowohl beim Standort als auch beim Befüllen und Wasserablassen.

Stahlwandpool

Er ist ein Kompromiss zwischen fest angelegtem und aufblasbarem Pool. Anders als Letzterer ist er sehr robust, weil er nicht aus Luftkammern besteht.

Sein Gerüst ist aus Stahl, den Kunststofffolie ummantelt. Das macht ihn überaus stabil, aber auch wesentlich unflexibler bei Standort sowie Auf- und Abbau.

Er kann aber auch den ganzen Winter über stehen bleiben. Solche Modelle können frei aufgestellt oder in die Erde eingelassen werden.

Teich mit Schwimmbereich

Immer beliebter werden Teichanlagen, die nicht nur der Optik dienen, sondern auch einen Schwimmbereich enthalten. Anders als beim Pool geht es hier nicht mehr nur darum, eine Erfrischung zu genießen.

Vielmehr schwimmt und badet man inmitten der Natur. So etwas braucht aber viel mehr Platz als ein aufblasbarer Pool. Nicht jeder Garten verfügt darüber.

Frame Pool

Frame Pools sind Pools mit einem Stahlrahmen welcher diesen stabilisiert. Anders als beim Stahlwandpool ist lediglich der Rahmen hier aus Stahl. Beispiele für Framepools finden Sie hier.

Loch im Pool: Reparatur möglich?

Reparatursets gehören bei vielen Pools dazu, denn es kann rasch passieren, dass die Luftkammern beschädigt sind. Wegwerfen ist dann nicht gleich nötig: Man kann die Pools flicken. Solche Flicken halten die Luft wieder, denn sie sind absolut wasserfest. Sie lassen sich auch leicht online ordern.

Dieses Zubehör kann ein aufblasbarer Pool mitbringen:

  • Filter
  • Luftpumpe
  • Reparaturset
  • Abdeckplane
  • Bodenplane

Pool auf den Balkon stellen: Darf man das?

Manche Pools sind so klein, dass sie locker auf einen Balkon oder eine Terrasse passen. Aber ist das überhaupt erlaubt? Prinzipiell ja, unter ein paar Voraussetzungen: Weder dürfen die Nachbarn gestört werden. Noch darf durch die Nutzung oder eventuelles Platzen die Bausubstanz geschädigt werden.

Darf ein aufblasbarer Pool im Winter stehen bleiben?

Eigentlich ist eben das nicht geplant: Der Vorteil eines aufblasbaren Pools besteht in seiner Flexibilität. Dazu gehört der rechtzeitige Abbau vor der kälteren Jahreszeit.

Davon gehen auch die Hersteller aus, weshalb das Material niedrige Temperaturen auch gar nicht aushält. Um den Pool möglichst lange zu erhalten, sollten darum die Hinweise der Hersteller dazu beachtet werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt, den Pool aufzustellen?

Als Faustregel gilt: Nach den Eisheiligen droht dem Pool kaum noch Gefahr. Dann ist der beste Zeitpunkt, einen aufblasbaren Pool aufzustellen.

Er kann bis in den Herbst hinein stehen bleiben. Sinkt die Temperatur auf weniger als acht Grad Celsius, sollte er wieder abgebaut werden.

Fazit

Wer über etwas Platz im Garten verfügt, für den kann ein aufblasbarer Pool Gold wert sein. Er verschafft Abkühlung im Sommer, im Winter hingegen räumt man ihn einfach weg.

Damit lässt er sich immer dann einsetzen, wenn die heiße Zeit des Jahres kommt. Entspannung und Badespaß pur versprechen viele verschiedene Modelle.

Wer im Vorfeld gut auswählt, wird auch im Praxis Test mit dem Swimmingpool zufrieden sein. Wichtig ist vor allem die passende Größe, damit später ein ungetrübter Badespaß für alle Familienmitglieder möglich ist.